Über uns

Die Münchner Gruppe gegen die Todesstrafe München besteht aus ungefähr zehn Aktivist*innen. Wir setzen uns für die Menschenrechte generell ein, insbesondere natürlich gegen die Todesstrafe. Wir engagieren uns für die Abschaffung der Todesstrafe in möglichst vielen Ländern. Auf dem Weg dahin fordern wir Begnadigungen von zum Tode Verurteilten und gegebenenfalls die Umwandlung in Haftstrafen, falls die Schuld zweifelsfrei erwiesen ist.
Wir treffen uns einmal im Monat, für den genauen Zeitpunkt siehe unseren Terminkalender. Meistens kommen wir dafür im AI-Büro zusammen, bei gutem Wetter finden die Gruppentreffen aber auch mal im Biergarten statt.

Warum töten wir Menschen, die Menschen töten, um den Menschen zu zeigen, dass Töten falsch ist?

Die Todesstrafe ist grausam und unmenschlich. Es gibt keine Belege dafür, dass sie eine abschreckende Wirkung hat und die Kriminalität senkt. Sie erhöht nicht die Sicherheit im Land. Sie wird in manchen Ländern zur Unterdrückung der Opposition genutzt. Bei Justizirrtümern gibt es nach einer Hinrichtung keine Chance mehr auf Wiedergutmachung. Viele weitere Argumente gegen die Todesstrafe sowie Zahlen und Fakten zur Todesstrafe weltweit gibt es auf der Website der Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe.

Deswegen mischen wir uns ein. Wir haben verschiedene Aktionen, die wir jedes Jahr durchführen. Dazu gehören das Verteilen von weißen Rosen im Februar – rund um den Jahrestag der Hinrichtung von Sophie und Hans Scholl und Christoph Probst – , im Oktober unsere Aktion an der Hochschule für Fernsehen und Film während der Langen Nacht der Museen und zu Weihnachten unser Stand beim Märchenbazar.
Auch abseits dieser festen Termine organisieren wir immer wieder Aktionen und Infostände, auch zusammen mit anderen Münchner Amnesty Gruppen. Außerdem widmet sich unsere Gruppe einem speziellen Einzelfall. Chiou Ho-shun sitzt in Taiwan seit inzwischen mehr als 30 Jahren im Todestrakt, obwohl es große Zweifel an seiner Schuld gibt. Wir halten per Brief Kontakt mit ihm und setzen uns für seine Begnadigung oder eine Wiederaufnahme seines Verfahrens ein.

8. Juli 2020